Rückblick Sommerlager von Jungwacht und Blauring

Das gemeinsame Sommerlager der Seebner Jungwacht- und Blauringschar ist bereits Geschichte.

Die Buben und Mädchen, Leiterinnen und Leiter sowie die Küchenteams und Präsides sind glücklich aus dem fernen Schellenberg im Fürstentum Liechtenstein heimgekehrt. Die Erinnerungen an dieses Sommerlager werden ihnen auf ewig bleiben, denn dies war ein besonderes Zeltlager. Warum?

  1. Es ist das erste Mal, dass das Sommerlager im Ausland stattfand. Wir mussten aber keinen Reisepass vorzeigen, da eine Zollunion mit der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein besteht.
  2. Wir durften eine Burgruine mitbenützen. Sie gehörte also zu unserem Lagerplatz dazu.
  3. Obwohl die Scharen als Gallier und Römer angereist sind und verschiedene Wettkämpfe ausgetragen hatten, wurden diese stets fair und ohne Gewalt durchgeführt.

Die Stimmung war allgemein sehr gut, keinerlei Streitigkeiten bemerkbar und die Arbeiten und Ämter wurden von allen Jungwächtlern, Blauringmädchen, Leiterinnen und Leiter, den Küchenteams und Präsides zur vollen Zufriedenheit ausgeführt.

 

Wie sah das Programm aus?

Nach den Reisesegen reisten am Montag die Gallier und Römer in Montur per Zug ins St. Galler Rheintal, um zu Fuss über den Rhein ins Nachbarland zu wandern. Nach der Mittagsrast gings steil bergauf zum Lagerplatz in Schellenberg. In einer Rekordzeit wurden alle Gruppenzelte aufgestellt und alle richteten sich darin gemütlich ein.

 

Am Dienstag startete der gewohnte Lageralltag mit einem Postenlauf zu Themen der Pioniertechnik und am Nachmittag stand das erste Geländespiel auf dem Programm. Ebenfalls zum ersten Mal wurde das grosse Lagerfeuer angezündet und Lieder gesungen. 

 

Der Wandertag war bereits am Mittwoch. Wir wanderten sogar über die Grenze zu einer Burgruine oberhalb von Feldkirch, dann aber wieder zurück nach Schellenberg und umrundeten den ganzen Eschnerberg. Durstig und müde kamen wir am späteren Nachmittag auf dem Lagerplatz an. Nach dem Duschen und der Stärkung mit Schlangenbroten und Würsten am Feuer zum Abendessen zubereitet, lief im Esszelt der Film «Asterix und Obelix auf Mission Kleopatra». Heimlich richteten das Leiterteam währenddessen den Geisternacht-Parcours in der Burgruine ein, der beim Eindunkeln startete. Da die Kinder zu zweit losgeschickt wurden, war die Angst vor den gefürchigen Gestalten weniger gross.

 

Der Donnerstag startete nach dem Morgenessen mit dem Orientierungslauf mit Posten in der ganzen Gemeinde Schellenberg. Am Nachmittag standen auf dem Lagerplatz verschiedene Atelierposten bereit. Bearbeitung von Speckstein, Gipsen, Bändelen und Massagen wurden angeboten. Am Abend absolvierten die 19 Lagerneulinge tapfer die Mutprobe und wurden dafür anschliessend mit Applaus geehrt.

 

Das Freitagsprogramm begann früh, nämlich um 1 Uhr mit der Nachtübung. Mit angemalten Gesichtern gings in den Wald, wo Punkte für die Gruppen erkämpft werden konnten. Danach durften alle wieder schlafen gehen und fast bis zur Mittagszeit, als wir zum Brunch gerufen wurden. Der restliche Tag verlief eher gemütlich mit dem Gruppennachmittag und dem Quizgame «Swap» am Abend, wo wiederum Punkte gesammelt werden konnten.

 

Der Samstag ist traditionell der Badetag. Dazu wanderten wir hinunter nach Bendern, wo wir den Bus bestiegen, der uns nach Vaduz in die Nähe des Freibades brachte. Die Kinder amüsierten sich dort prächtig, denn es gab eine lange Rutschbahn, ein Wellenbad, einen Sprungturm, mehrere Schwimmbecken, mehrere Liegewiesen und einen grossen Kiosk. Frisch geduscht und (wieder) gut duftend begab sich die Schar zurück zum Lagerplatz, diesmal die ganze Strecke per Bus. Vor dem Znacht wurden die Zelte und der ganze Lagerplatz für den Besuchstag vorbereitet und aufgeräumt. Nach dem Znacht fand der Casinoabend statt, bei dem verschiedenen Brett- und Glückspiele ausprobiert wurden.

 

Der Sonntag begann etwas später mit dem Morgenessen als an den anderen Tagen. Danach richteten sich alle für den Besuchstag ein, der mit einem Lagergottesdienst, gehalten von den beiden Präsides, beginnt. Danach waren die Eltern, Geschwister, Verwandten und Bekannten der Jungwächtler und Blauringmädchen und LeiterInnen eingeladen, sich an die Grillstellen zu verteilen und im Küchenzelt die gerüsteten Salate, Getränke und Dessert zum Mittagessen zu fassen. Die Kinder genossen die Zeit mit ihren Lieben. Die Besucher machten sich eher früher auf den Rückweg als andere Jahre, da am Abend das WM-Finalspiel ausgetragen wurde. Dies kam der Lagergemeinschaft zugute, denn das Programm ging mit Spielen weiter. Nach dem Znacht fand die Erlebnisnacht statt, bei der an verschiedenen Posten Sternkunde betrieben, Sinnesparcours erlebt oder Geschichten erfunden wurden.

 

Die zweite Woche begann mit dem Demokratie-Tag, das heisst, dass die ältesten Gruppen die Leitung der Lagergemeinschaft übernahmen und das Leiterteam sich einen freien Tag im nahen Feldkirch gönnte. Die zukünftigen Jungleiter meisterten ihre Aufgaben sehr gut, hatten sie nebst der Anleitung der sportlichen Aktivitäten sich auch um die Verpflegung und Erste Hilfe zu kümmern. Um Mitternacht kehrten die Leiter zurück und besprachen mit den Neuleitern den vergangenen Tag oder spielten gemeinsam irgendwelche Spiele. 

 

Der Dienstagmorgen begann nach dem Zmorge mit dem lang erwarteten Chnebelturnier und den rassigen Volkstänzen, die einiges an Kondition abverlangten. Der Himmel verdunkelte sich allmählich und während des Mittagessens prasselte zuerst der Regen, danach die Hagelkörner auf die Zelte nieder, so dass etliche Bächlein unter der Esszelt hindurchflossen. Ein First eines Gruppenzelts hielt diesem Unwetter nicht stand und gab nach, was nasse Schlafsäcke und Koffer verursachte. Doch das Gewitter war so schnell vorüber, wie es gekommen war und machte wieder der Sonne Platz. So konnte das aktionsreiche Geländespiel auf dem Lagerplatz stattfinden. Der Abend wurde dafür genutzt, um Spontitheater-Geschichten zu erfinden und diese danach allen vorzuführen. 

 

Der Mittwoch begann sportlich, denn die Scharen begaben sich zu den Sportplätzen der Gemeinde, um ein Spielturnier durchzuführen. Der warme Nachmittag war ideal für die lustigen Wasserspiele, inklusive Wasserrutsche am Hang. Das Znacht wurde diesmal am Lagerfeuer zubereitet und verspiesen. Das Lagerfeuer lud uns zu einer Singrunde und einem Theäterli ein.

 

Am Donnerstag fanden morgens das «Dorfgame» im nahe gelegenen Mauren, nachmittags ein gallisches Turnier und abends ein gallisches Kriegstribunal statt, bei dem den vermeintlichen Behauptungen nachgegangen wurden. 

 

Am Freitagmorgen war das Ende des Lagers in Sicht, denn es wurde mit dem Abräumen und Zusammenpacken begonnen. Der Abschlussabend wurde beim Lagerfeuer in der Burgruine mit der Bekanntgabe des Lagerchampions begannen. Danach begaben wir uns in die Turnhalle der Gemeindeschule Schellenberg, um dort zu übernachten.

 

Am Samstagmorgen nach dem Aufräumen und Putzen der Turnhalle machten wir uns auf zur Heimreise, die sich wegen einer Störung vor Rapperswil um eine halbe Stunde verlängerte. Glücklich, aber müde kamen die Scharen um Viertel vor 5 Uhr nachmittags in Seewen an und begaben sich zur Pfarrkirche, um gemeinsam im Lagerabschluss-Gottesdienst dem Vater im Himmel Danke für sein Begleiten und Behüten zu sagen. Zu Recht, denn dieses Lager endete für alle positiv und ohne grössere Unfälle oder anderen Problemen.

 

Vielen Dank an alle, die für das gute Gelingen dieses einmaligen Sommerlagers beigetragen hatten!

Präses Urs Betschart

 

Text zusammengestellt nach den Lagerberichten.

 

Summerlager 2018 in Schelleberg FL

Üses alljährliche Summerlager isch leider scho wider verbi. Was üs blibt sind villi tolli Erinnerige, Fründschafte und natürlich au scho dVorfreud ufs nächschte Lager. Brätle überem Lagerfüür, Wasserrutschi de Hang nitzi, Nachtüebig, Wanderig, Badetag, Singe am Lagerfüür und au alles zwüschedem Programm we zum Bispiil Stratego spile oder Werwölfle werded mier nid vergesse. Damit mier au chönnd zeige we cool dass es gsi isch, sind ez alli Föteli und Filmli uf www.bilder.jwseewen.ch veröffentlicht.

 

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Die Jungwacht und der Blauring Seewen bedankt sich herzlich bei allen Lagersponsoren!

  

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