Verfolg üses Lager vom 6. Juli bis 18. Juli 2020 ufem Lagerblog:

www.sola20.jwseewen.ch

Chronik

Die Gründung der Jungwacht Seewen

Am 31. Januar 1961 wurde in Seewen die Jungwacht gegründet. In einer Mitteilung aus dem Pfarreiblatt Jan. 1961 steht geschrieben: „Am letzten Dienstag hat der HH. Vikar die Gründung einer Jungwacht in Seewen vollzogen, damit auch die Buben ähnlich wie die Mädchen im Blauring erfasst werden, um sie charakterlich, religiös und kameradschaftlich zu bilden und weiter zu erziehen. Ich möchte die Eltern herzlich bitten, für einen flotten und regelmässigen Besuch der Gruppenstunde zu sorgen und so die Aufgabe des Seelsorgers zu erleichtern.“

Nachdem in Seewen seit dem 22. April 1957 der Blauring seine Tätigkeit begann, war es dem damaligen Pfarrer Josef Bruhin ein Anliegen, auch die Buben der Pfarrei Seewen in der Jungwacht zu erfassen. Man bat die Jungwacht Schwyz um Hilfe bei der Gründung einer eigenen JW. Pfarrer A. Immos, welcher zu dieser Zeit Präses bei den Schwyzern war, fragte in einem Leiterhock, ob sich jemand von den Leitern die Mühe nehme, ein neues Leiterteam in Seewen zu organisieren. Theo Amgwerd und Franz Annen haben sich bereiterklärt und bildeten zusammen die Scharleitung in Seewen. Somit konnte offiziell am 31 Jan. 1961 die Jungwacht Seewen unter dem Scharpräses Vikar Zgraggen gegründet werden.

Am 17. Juni 1962 feierte man Fahnenweihe. Zu diesem Anlass haben die Leiter und Jungwächtler keine Arbeit gescheut und ein vielseitiges Programm aufgestellt. Die Jungwacht Schwyz wurde als Partnerschar eingeladen, es gab einen Patroullienlauf und diverse Vorführungen der einzelnen Gruppen.

Der Verein Jungwacht Seewen wurde im Sommerlager in Herznach am 18. Juli 2016 gegründet. Zuvor war die Jungwacht Seewen eine Untergruppierung der Kantonsleitung Uri/Schwyz.

 

Seifenkisten Derby

Das Seifenkisten Derby fand erstmals am 7. Oktober 2007 statt. Es starteten alle sechs Gruppen der Jungwacht Seewen. Beim zweiten Derby, welches am 21. März 2009 durchgeführt wurde, nahmen insgesamt zehn Kisten teil. Zum ersten Mal wurde neben der Rennbeiz auch eine Garagenbar geführt. Das dritte Derby wurde am 17. April 2010 ausgetragen. Nach sieben Jahren Pause fand am 20. Mai 2017 wieder ein Seifenkisten Derby statt. Neben den sieben eigenen Teams nahmen noch neun weitere Kisten teil. Für die vierte Ausgabe wurde erstmals eine eigene Webseite und ein Trailer erstellt, welche um die 500 Zuschauer an die Rennstrecke lockten.


Die Entstehung der Jungwacht

Im Jahre 1932 gab es viele weltliche Vereine und religiöse Sekten, die gut für ihren Nachwuchs sorgten. Die katholischen Buben waren in den verschiedensten Vereinen wie Turnverein, Fussballclub, Pfadfinder usw. zu finden. In Birsfelden bei Basel gab es eine Knabenkongregation, die nach dem Christlichen Glauben und Handeln lebte. Sie bedauerte, dass im Religionsunterricht an die hundert Buben teilnahmen, bei der Sonntagsmesse aber nur wenige von ihnen zu sehen waren. In der schulfreien Zeit verweilten die Knaben bei ihren Gruppen oder auf der Strasse. Für Christus und seine Kirche hatten sie weder Zeit noch Sinn. Daran wollte man etwas ändern. So kam es, dass gute Leute der Pfarrei Birsfelden eine Spielmatte schenkten. Die Kinder hatten genügend Platz zum spielen und austoben. Die katholischen Kinder hatten nun einen Ort, wo sie sich treffen konnten.

Deshalb hielt die Knabenkongregation am 26. Juni 1932 Bannerweihe und Neuaufnahme, von nun an nannte sie sich Jungwacht. Als Symbol der Jungwacht wählte man ein grünes Feld mit dem weissen Christuszeichen. Der Tätigkeitsbereich der JW war vor allem in der Pfarrei. Am Sonntag füllten die „Grünen“ die vordersten Kirchbänke, bei kirchlichen Feiern vertrug man Einladungskarten von Haus zu Haus, man organisierte Familienabende und feierte Feste auf der Spielmatte. Im Advent bastelten sie Krippen und sammelten bei wohltätigen Leuten Gaben, um diese den ärmsten Menschen an Weihnachten zu bringen.

Die JW kannte noch keinen Wahlspruch und keine Gesetzte, man richtete sich einfach nach dem Christentum. Mit Freude stellte man fest, dass sich immer mehr Kinder an der JW interessierten, und als sogar das Generalsekretariat des SKJV anfing im ganzen Land zu werben, da steigerte sich Freude und Pflichtgefühl.

Ausser in Birsfelden gab es zur gleicher Zeit auch schon in mehreren anderen Pfarreien ähnliche Bubengruppen unter verschiedensten Namen. In Schwyz gab es z.B. die Waldbuben. Aus der Zusammenfassung dieser Gruppen wurde dann der Schweizerische Jungwachtbund. Er gab den Scharen das Gesetz, das Versprechen und den Wahlspruch. Bald trugen die Buben das einheitliche grüne Klufthemd mit dem Christuszeichen. Eine eigene Bubenzeitschrift wurde herausgegeben. Die Jungwachtführer erhielten ihren Rundbrief.

Die Jungwacht verbreitete sich prächtig. 1932 gab es 8 Scharen mit 300 Jungwächter, 1940 bestand die JW bereits aus 164 Scharen und 5165 Jungwächtern und 1956 aus 228 Scharen mit 9419 Jungwächtern.


Aus dem Schaffen des Jungwachtbundes

1932 Am 26. Juni wird in Birsfelden die erste Jungwacht gegründet.Am ersten Bundestreffen wird beschlossen, dass alle katholischen pfarreilichen Knabengruppen den Namen Jungwacht tragen sollen. Der Initiant des Zusammenschlusses und des Bundes, Eugen Vogt, wird vom Bischof zum ersten Bundesführer ernannt.
1933 Festlegung von Gesetz, Versprechen, Wahlspruch und Gruss.
1934 Es erscheint die erste JW Broschüre
1938 Festigung des Jungwachtbundes im ganzen Lande. Organisierung der Kantonalen Bunde und Einteilung in Kreise.
1939 Die erste Auflage des Jungwachtbüchleins „Der Jungwächter“ erscheint.
1942 „10 Jahre Jungwacht“ grosse Treffen in Rheinfelden (1100 Pers.) und in Einsiedeln (1300 Pers.).
1951 Das Claironspiel, ausgehend von der Schar St. Anton, verbreitert sich im Bund
1952 20 Jahre Jungwacht. Lichtstafette zur Wallfahrt nach Einsiedeln von den vier ersten Scharen Birsfelden, Luzern-St. Paul, Schwyz und St.- Gallen über vier Routen aus.
2016 Jublaversum in Bern. Alle Jungwacht und Blauring Scharen der ganzen Schweiz treffen sich.


Das Christuszeichen

Das Jungwachtzeichen setzt sich zusammen aus den zwei griechischen Buchstaben Chi und Rho. Das Chi sieht aus wie ein X ist aber ein Ch; das Rho schreibt man wie ein P, ist aber ein R. (Chi=X=Ch; Rho= P =R). Damit kürzten die Christen das griechische Wort XPISTOS (Christos = Christus).


Unser Schutzpatron Don Bosco

 Don BoscoJohannes Bosco, der Bubenkönig von Turin und Patron und Beschützer der JW ist 1815 als Sohn armer Leute geboren. Mit zwei Jahren starb ihm sein Vater und er musste hart auf dem Hof arbeiten. Er lernte selber lesen und studierte viele Bücher. In einem Traum erschien ihm die Mutter Gottes und zeigte ihm an, dass er sich später ganz den verlassenen Buben annehmen werde. Nun spürte er, dass Gott ihn zum Priester berufen hatte. Er studierte nun noch mehr, doch dies gefiel seinem Stiefbruder gar nicht und er musste schliesslich von seiner Mutter und dem Hof Abschied nehmen. Johannes arbeitete als tüchtiger und geschickter Knecht, doch er war sehr arm und musste oft hungern. In seiner Freizeit sammelten sich Buben um ihn. Er erzählte ihnen Geschichten und führte Zauberkunststücke vor, dies machte ihn zum Bubenkönig. Am Ende der Zusammenkünfte erklärte er seinen Kameraden den Glauben und betete mit ihnen.
Johannes konnte neben der schweren Arbeit Schulstunden nehmen und wurde 1841 endlich Priester. Jetzt nimmt er sich den verlassenen Buben an, will sie zu guten Menschen und Gotteskinder erziehen. Er gründete ein Heim und sorgte ganz für sie. Am 31.1.1888 stirbt Johannes Bosco und wird 1934 in Rom heiliggesprochen.